Was tun, wenn sich psychosomatische Symptome verschlimmern?
Das Post-Lockdown-Syndrom kann sich in gravierenden psychischen Belastungen zeigen. Im schlimmsten Fall können sich Depressionen, Angststörungen oder posttraumatische Symptome entwickeln oder verstärken. In diesem Fall ist unbedingt professionelle Hilfe angeraten. Lassen Sie sich durch Ihren Arzt beraten und suchen Sie psychotherapeutische Hilfe auf.
Wie lässt sich die Psyche in dieser Zeit stärken?
Es ist wichtig, trotz Kontakteinschränkungen auch weiterhin im Kontakt zu anderen Menschen zu bleiben. Versuchen Sie, mehr zu telefonieren, Videocalls oder andere sichere Formen der Kommunikation zu wählen. Versuchen Sie sich im stressigen Alltag, auch wenn es schwerfällt, Zeit für Entspannung zu finden und für Tätigkeiten, die Sie gerne machen. Das Post-Lockdown-Syndrom ist die Folge von sich aufschaukelnden psychischen Belastungen. Versuchen Sie, durch gezielte Pausen und angenehme Aktivitäten einen Teufelskreis der Belastung zu durchbrechen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Post-Lockdown-Syndrom und Long-COVID oder dem Post-COVID-Syndrom?
Das Post-Lockdown-Syndrom ist die Folge von Isolation und Lockdown. Es hat nichts direkt mit den körperlichen Auswirkungen einer Covid-19-Infektion zu tun. Long Covid oder das Post-Covid-Syndrom bezeichnen hingegen die Folgen einer Infektion mit Sars-CoV-2. Vier oder zwölf Wochen nach einer Infektion können immer noch Konsequenzen einer Infektion auftauchen. Dies können psychische Symptome wie Erschöpfung oder körperliche wie eine eingeschränkte Lungenfunktion sein. In einem solchen Fall spricht man von Long Covid oder dem Post-Covid-Syndrom.
Ist das Post-Lockdown-Syndrom ein offizielles Krankheitsbild?
Das Post-Lockdown-Syndrom ist noch kein offizielles Krankheitsbild. Es ist ein Begriff, der benutzt wird, um die psychischen Belastungen des Lockdowns, die auch Wochen nach der Isolation bestehen bleiben können, zu beschreiben.
Quellen
Di Stefano, V., Battaglia, G., Giustino, V., Gagliardo, A., D’Aleo, M., Giannini, O., ... & Brighina, F. (2021). Significant reduction of physical activity in patients with neuromuscular disease during COVID-19 pandemic: the long-term consequences of quarantine. Journal of Neurology, 268(1), 20-26.
Brooks, S. K., Webster, R. K., Smith, L. E., Woodland, L., Wessely, S., Greenberg, N., & Rubin, G. J. (2020). The psychological impact of quarantine and how to reduce it: rapid review of the evidence. The Lancet, 395(10227), 912-920.