Panikattacken gehen für gewöhnlich Hand in Hand mit körperlichen und psychischen Symptomen, die in den Betroffenen das Gefühl auslösen, die Situation nicht zu überleben respektive ernsthaft erkrankt zu sein. Dazu zählen insbesondere Hyperventilation, Herzklopfen und Herzrasen, Zittern in Beinen und/oder Händen, Schweißausbrüche und Übelkeit.
Zu den psychischen Symptomen gehören u. a. Schwindel, Derealisation und vor allem das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, verrückt zu werden sowie die Angst zu sterben. All diese Symptome bauen sich analog zur Reduktion des Adrenalin-Spiegels nach ca. 15–20 Minuten wieder ab.
Typisch für Betroffene einer Angstattacke ist in der Folge eine Vermeidungshaltung. Aus Angst vor der Angst werden spezifische Situationen, die zur Auslösung einer Panikattacke führen könnten, vermieden. Von einer Agoraphobie mit Panikstörung zum Beispiel spricht man dann, wenn Betroffene bestimmte Orte (z. B. Aufzüge, Flugzeuge, geschlossene Räume etc.) oder Menschenansammlungen aus Angst davor meiden, die Situation nicht willentlich verlassen zu können.
Die Angst vor Kontrollverlust ist hierbei bestimmendes Moment und führt in der Konsequenz zu einer Teufelsspirale, in deren Verlauf sich diese Personen zunehmend aus dem sozialen Leben zurückziehen. Vereinsamung und Suizidalität können dann eine Folge sein. Um erst gar nicht der Angst vor der Angst zu erliegen, ist es evident, sich frühzeitig um Hilfe zu bemühen.