Bekannterweise drückt der Mensch seit jeher sein Erleben in Kunst, wie Fotos und Musik, aus. Nicht selten nehmen persönliche Erlebnisse von KünstlerInnen starken Einfluss auf ihre Arbeit: Kunstwerke können bedeutsame Lebensereignisse ausdrücken und beim Betrachter Emotionen, wie Freude, Ärger und auch Ekel, auslösen.
Emotionen können in der Wahl des Inhalts, der Farbe und Form Ausdruck finden. Der Anblick von Kunst kann somit beim Betrachtenden vergleichbare Befindlichkeiten und Emotionen auslösen. Kunst spielt auch in der Psychiatrie seit längerem eine wichtige Rolle. Die klinische Bedeutung von Kunsttherapie bzw. künstlerisch-therapeutischen Interventionen in der psychosozialen Medizin wächst beständig. Im Behandlungsrahmen von psychiatrischen Erkrankungen kann Kunst als Werkzeug in der Diagnostik, Intervention und Kommunikation zwischen PatientIn und TherapeutIn eingesetzt werden.
Ziele der gestalterischen Betätigung können die foglenden sein: Ausdruck von Gefühlen, Bearbeitung von Konflikten, Aufbau von Selbstvertrauen und Bewältigung von schwierigen Lebensabschnitten. Unter die psychosozialen Therapien fallen somit auch die künstlerischen Therapien, zu denen u.a. die Kunst-, Musik-, Theater- und Tanztherapie zählen.