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Bei einer teilstationären Behandlung (Aufenthalt in einer Tagesklinik) nutzen die Patientinnen und Patienten tagsüber die medizinischen Einrichtungen in der Klinik und fahren abends wieder nach Hause. Daher sollte die Tagesklinik nicht allzu weit vom Wohnort entfernt sein. Eine teilstationäre Behandlung kann von Beginn der Therapie an erfolgen oder sich an einen stationären Aufenthalt als Nachsorge-Maßnahme anschließen. Das tagesklinische Setting ermöglicht, dass die Betroffenen weitgehend in ihrem Lebensumfeld verbleiben. Therapeutische Maßnahmen und Verhaltensänderungen können sofort in den Alltag übertragen und „geübt“ werden.
Die stationäre Behandlung
Ein wesentlicher positiver Aspekt einer vollstationären Therapie einer Essstörung wie zum Beispiel einer Binge-Eating-Störung in einer unserer Oberberg Kliniken liegt darin, dass sich die Patienten so aus ihrem gewohnten häuslichen Umfeld für einen Zeitraum lösen, um Abstand zu ihrem Alltag und damit zu ihrem Krankheitsbild zu gewinnen. Die Klinik wirkt dann wie ein geschützter Raum, in dem das Leben jenseits der Erkrankung ohne störende Einflüsse von außen geübt und ausprobiert werden kann.
Auch bei akuten gesundheitlichen Gefahren oder wenn medizinische und pflegerische Unterstützung notwendig sein sollte, möchten wir Ihnen einen stationären Aufenthalt empfehlen, um von den Möglichkeiten einer besonders intensiven psychologischen Betreuung und vieler weiterer unterstützender therapeutischer Behandlungskonzepte zu profitieren. Es hat sich übrigens herausgestellt, dass es für viele Patientinnen und Patienten sehr hilfreich sein kann, wenn sie erkennen, dass sie mit ihrer Essstörung nicht allein sind.
Die Dauer einer stationären Behandlung hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab; nicht zuletzt auch davon, welche Kosten von den Krankenkassen übernommen werden. Bei der Klärung dieser Frage sind wir Ihnen selbstverständlich gerne behilflich.
Betroffene sollten im Gespräch mit unseren Fachärztinnen und Fachärzten entscheiden, ob eine stationäre oder teilstationäre Behandlung in ihrem individuellen Fall besser geeignet ist.
Die Behandlung einer Binge-Eating-Störung
Bei der Behandlung der Binge-Eating-Störung steht zunächst die Normalisierung des Essverhaltens bei einer gleichzeitigen kontrollierten Gewichtsabnahme im Vordergrund. Darüber hinaus sollen die Patientinnen und Patienten versuchen, sich allen Faktoren bewusst zu werden, die zu ihrer Essstörung beigetragen haben könnten. Im optimalen Fall kann eine Binge-Eating-Störung ambulant behandelt werden, sodass sie ihre neu gewonnenen Erkenntnisse sofort im Alltag umsetzen können. Bei einer stärkeren Ausprägung oder einer vorhandenen Kombination mit anderen Erkrankungen empfehlen wir den Betroffenen jedoch einen stationären Aufenthalt mit anschließender ambulanter Nachsorge.